Wir wissen, dass für einige diese „Corona-Zeit“ psychisch besonders schwer wegzustecken ist. Deshalb hier ein kleiner Beitrag, der Mut macht.

Wir alle sind derzeit aufgerufen, unsere sozialen Kontakte einzuschränken. Doch Isolation kann sehr belasten. Hier einige Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun:

Haltet euch an die Fakten!

Wer derzeit das Handy oder Zeitung in die Hand nimmt, im Internet schaut, wird auf allen Kanälen mit Informationen zu Corona überschwemmt. Nicht alles davon ist allerdings wissenschaftlich fundiert und dazu geeignet, das Wissen über die Pandemie sachlich zu erweitern. Um Panik entgegen zu wirken, solltet Ihr euch möglichst nur an Quellen halten, die seriöse Informationen bieten. Zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation, das Robert Koch-Institut, Ministerien oder Wissenschaftler*innen anerkannter Institutionen. Es ist ganz normal von der aktuellen Situation verunsichert zu sein. Unqualifizierte, hetzerische und frei erfundene Beiträge zum Thema machen aus der Verunsicherung dann ganz schnell Panik. Hinterfragt stets die Quelle der Informationen.

Begrenzt Eure Zeit auf Social Media!

Es ist wichtig sich informiert zu fühlen, genauso wichtig kann es auch sein, den eigenen Informationsdurst bewusst zu einzuschränken. Wer Ängste hat, versucht oft, diese Ängste mit immer mehr Informationen zu füttern. Das ist derzeit kontraproduktiv. Setzt euch einige kurze Zeitfenster am Tag, in denen ihr euch über Corona informiert. Und nicht mehr!

Soziale Netzwerke sind wichtig, damit die Menschen miteinander kommunizieren können, und Ihnen zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt. Sie sollten aber in erster Linie dafür da sein, Kontakte, die wir als angenehm empfinden, zu pflegen.

Gegen den empfundenen Kontrollverlust!

Wer sich schnell von Ängsten runterdrücken lässt, der/die kennt vermutlich das Gefühl von Kontrollverlust. Probleme werden plötzlich riesengroß, erscheinen nicht zu bewältigen und man selbst fühlt sich wie ein Staubkrümel, der umhergewirbelt wird. Hilflos und ohnmächtig.

Konzentrieren Sie sich in Zeiten des Kontrollverlusts auf die Dinge, die sich kontrollieren lassen. Fokussiert Euch auf ganz praktische Verhaltensweisen, die ihr selber in der Hand habt, um etwas gegen die Pandemie zu tun. Also so oft und gründlich wie empfohlen Hände waschen, Abstand zu anderen Menschen halten, größere Menschenmengen meiden und so viel es geht zu Hause bleiben.

Plötzlich haben alle sehr viel mehr Zeit. Und die nutzen wir leider viel zu oft zum Nachdenken und Grübeln. Um dieses Grübeln auf ein Minimum zu reduzieren, damit Sorgen und Ängste nicht übergroß werden, finden bei der Google Suche nach ‚Grübelstopp‘ hilfreiche Methoden.

Bewahrt Ruhe!

Ja, das ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber es gibt zumindest ein paar Möglichkeiten, die wir ausprobieren können, wenn wir merken, dass in uns die Panik aufsteigt. Zum Beispiel: ruhig atmen. Sich eine Zeit lang auf den eigenen Atem konzentrieren und ganz bewusst ein- und ausatmen. Auch progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Meditationsübungen können helfen. YouTube bietet einige Meditationsanleitungen. Probiert verschiedenes aus, um das passende für Euch zu finden.

Bewegt Euch!

Bewegung ist für das mentale Wohlbefinden von wichtiger und entscheidender Bedeutung. Wer also derzeit zwangsweise auf seinen geliebten Sport verzichten muss, dem fällt ein wichtiger Pfeiler seines Lebens weg.

Joggen und Radfahren tun genauso gut, gerade jetzt, wo häufiger die Sonne scheint und schon wärmere Temperaturen herrschen. Auch spazieren gehen kann gut tun. Und auf YouTube oder in unzähligen Apps findet ihr Anleitungen zum Heim-Sporteln von Yoga bis zum Training mit dem eigenen Körpergewicht.

Auch diejenigen, sie sonst Sport-Muffel sind, können jetzt den positiven Effekt von Bewegung jeglicher Art für Körper und Geist ausprobieren.

Bleibt bei Euren Routinen und im Alltag!

Wenn der Alltag so durcheinander gerät und die eigenen Routinen wegfallen, kann das für viele sehr destabilisierend wirken. Versucht, so gut es geht an euren Routinen festzuhalten. Wenn ihr im Homeoffice seid: Steht zur gewohnten Zeit auf, macht euch fertig, als würdet ihr zur Arbeit gehen, haltet eure gewohnten Essens- und Schlafzeiten trotz Quarantäne und Kontaktsperre ein. 

Holt Euch Hilfe und helft anderen!